Graue Biotechnologie - Charakterisierung und Modellierung von umweltrelevanten Prozessen

GrundwasserHintergrund

Die graue Biotechnologie oder auch Umweltbiotechnologie befasst sich primär mit Abwasser-, Abfall- und Abluftproblemen. Hierbei kommen verschiedenste Methoden der Analytik und Modellierung zum Einsatz. Mit Hilfe von experimentell gewonnenen Daten und der anschließenden Verknüpfung mit mathematischen Modellen können Risikobewertungen der Zielobjekte durchgeführt werden.

So erfolgt hier am Institut zum einen die Untersuchung der Gasbildungsrate von mechanisch-biologisch vorbehandeltem Abfall. In diesem Projekt sollen im Labormaßstab, mit dem Einsatz verschiedener Reaktorgrößen, Informationen über die komplexen biologischen und chemischen Prozesse innerhalb eines Deponiekörpers gewonnen werden.

Ein weiteres im Rahmen des internationalen Graduiertenkollegs 802 gefördertes Projekt befasst sich mit der Untersuchung von kontaminiertem Grundwasser im Raum Braunschweig. Anhand von Feldmessungen sollen hierbei Rückschlüsse auf das Abbaupotential von Schadstoffen im Boden gezogen werden.
Ziele
  • Untersuchung von mechanisch-biologisch vorbehandeltem Abfall im Labormaßstab
  • Simulation der Gasbildungsrate von Deponieabfall mit Hilfe von künstlichen neuronalen Netzen
  • Erkundung und Modellierung eines kontaminierten Aquifers im Feldmaßstab
  • Validierung und Unsicherheitsabschätzung des Grundwassermodells im Rahmen einer Risikobewertung

Publikationen
0. Greis T, Helmholz K, Schöniger M H, Haarstrick A (2012)
Modelling of spatial contaminant probabilities of occurrence of chlorinated hydrocarbons in an urban aquifer.

Environ. Monit. Assess. 184:3577-3591.

0. Krujatz F, Haarstrick A, Nörtemann B, Greis T (2012)
Assessing the toxic effects of nickel, cadmium and EDTA on growth of the plant growth-promoting rhizobacterium Pseudomonas brassicacearum.

Water Air Soil Poll. 223:1281-1293.

0. Band 62: Greis, Tillman (2012)
Modelling the risk of chlorinated hydrocarbons in urban groundwater.

Cuvillier-Verlage • Göttingen, ISBN: 978-3-86955-970-4, ISSN: 1431-7230.